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Sie dürfen trauern

Wenn einen Katzenhalter um seine verstorbene Katze trauert, stößt er dabei nicht immer auf Verständnis in seiner Umwelt. Für viele ist es doch „nur“ ein Tier, dass verstorben ist.

Katzen sind aber heute nicht mehr nur ein Tier, sondern sie gehören zur Familie und sind oftmals unsere Partner in Lebenssituationen, in denen wir vielleicht auf menschliche Gesellschaft verzichten möchten, aber trotzdem nicht allein sein wollen.

Manch ein Katzenhalter wird irgendwann von Familie und Freunden immer wieder hören, dass die Trauer nun lang genug gewesen wär und verdrängt tatsächlich die Verlustgefühle. Aber diese Verdrängen kostet Kraft und so kann es schon mal passieren, dass jemand scheinbar völlig grundlos einen Wutausbruch hat. Und wer die Veranlagung dazu hat, kann auch in Depressionen verfallen.

Den Verlust seiner Katze spüren alleinstehende Menschen jeden Alters meist sehr intensiv. Denn die Katze war ein Teil des täglichen Lebens und so machen Katze-Mensch-Beziehung hat länger angedauert als die eine oder andere Freundschaft.

Auch in Familien sollte man bewusst mit dem Verlust umgehen. Für Kinder ist es in der Regel die erste Begegnung mit dem Tod. Eltern müssen sich die Zeit nehmen, dem Kind zu erklären, was mit der Katze passiert ist. Vielleicht nicht im Detail, weil die Informationen ein Kind überfordern können, aber dem Kind etwas vorzulügen bringt in solchen Situationen nichts, denn Kinder spüren, wenn sie belogen werden.

Verstirbt eine Katze, ist eine Leere da. Man sollte sich damit befassen und bewusst von seiner Katze Abschied nehmen. Dazu gehört auch, sich zu entscheiden, ob man die Katze beisetzen will oder vielleicht die Asche in einer Urne aufbewahren will. Wenn man die Möglichkeit hat, kann man sein Tier auch im eigenen Garten begraben. Hier aber sind die örtlichen Vorschriften zu beachten!

Manchem Katzenhalter hilft es, wenn er einen Brief an seine Katze schreibt und sich dabei an die schönen gemeinsamen Moment erinnert.

Trauern um eine Katze ist also absolut zulässig, aber man darf sich nicht hineinsteigern. Auch, wenn die Katze verstorben ist, so lebt sie in unseren Erinnerungen und in unserem Herzen weiter.

Als mein Kater Samson mit über 18 Jahren im Dezember 2006 verstorben ist, hatte ich die Hälfte meines Lebens mit ihm verbracht. Auch jetzt – mehr als acht Jahre nach seinem Tod erinnere ich mich immer noch gern an ihn. Ähnlich war es auch als unsere kleine Cleo im Alter von nur 6 Monaten im Dezember 2007. Auch an sie erinnere ich mich gern, auch, wenn es nur 6 gemeinsame Wochen für Erinnerungen gab.

Samson

Samson

Cleo

Cleo

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